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Begehrtes H-Kennzeichen: Diese Voraussetzungen muss der Oldtimer erfüllen

Oldtimer gelten zurecht als rollendes Kulturgut - und werden deshalb durch eine verminderte Kfz-Steuer gefördert. Vor allem Fahrzeuge mit großem Hubraum profitieren vom günstigen Pauschalsatz und das Prestige eines  H-Kennzeichens ist unter den Freunden des betagten Blechs ist auch nicht zu verachten. Schließlich bescheinigt es einen schützenswerten Erhaltungszustand von offizieller Seite. Doch der Weg dahin kommt nicht ganz ohne bürokratische Hürden aus.

Vom H-Kennzeichen profitieren vor allem alte Autos: Der pauschale Steuersatz liegt bei 191 Euro jährlich: für Krafträder werden 46 Euro erhoben. Seit 2007 müssen die Fahrzeuge ein Alter von mindestens 30 Jahren erreicht haben, um auch als Oldtimer anerkannt zu werden. Als Stichtag entscheidend ist dabei nicht das Baujahr, sondern das konkrete Datum der Erstzulassung. Des Weiteren muss ein amtlich anerkannter Sachverständiger oder Prüfingenieur bescheinigen, dass es sich bei dem Wagen um "kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut" handelt. Die Gretchenfrage lautet natürlich: Welche Voraussetzungen müssen dafür konkret erfüllt werden?

Zum einen muss ein erhaltungswürdiger Zustand festgestellt werden. Dieser liegt dann vor, wenn möglichst keine Teile Fehlen und keine technischen Mängel vorliegen. In den meisten Fällen sind die Voraussetzungen schon erfüllt, wenn HU bestanden ist und kein gravierend schlechter optischer Zustand festgestellt wird. Gebrauchsspuren und Patina sind dabei durchaus erlaubt. Zum anderen muss sich der Oldtimer im Originalzustand befinden. Umrüstungen sind grundsätzlich nur dann zulässig, wenn sie sich im üblichen, zeitgenössischen Rahmen bewegen - so waren beispielsweise zusätzliche Scheinwerfer aus dem Rallyesport in den frühen 80er Jahren beliebt und sind auch heute erlaubt.

Eine neue Lackierung ist dabei auch kein Hindernis, sofern es sich nicht um einen modernen Effektlack, sondern einen beim Bau des Fahrzeugs gängigen Farbton handelt. Die Umrüstung von Diagonal- auf Radialreifen  ist ebenso zulässig und wohl auch unumgänglich - die alten Pneus sind kaum mehr zu bekommen. Um solche technischen Feinheiten überprüfen zu können, sind Oldtimer-Freunde auf eine echte Fachwerkstatt angewiesen. Nicht jedes Unternehmen, welches die HU-Plakette erteilt, kann die für das H-Kennzeichnen notwendige Bescheinigung ausstellen. Bei der Suche nach dem Fachbetrieb mit dem richtigen Know-how kann das Portal Autoservice.com hilfreich sein: Hier lassen sich entsprechende Betriebe in der Umgebung nach bestimmten Kriterien ausfindig machen. Im Zweifel können auch direkte Anfragen für konkrete Arbeiten gestellt werden.

Mit dem H-Kennzeichen beweist der Halter eines Oldtimers, dass sich sein Fahrzeug in einem exzellenten und originalgetreuen Zustand befindet. Doch abgesehen von dieser Auszeichnung lässt sich damit im Vergleich zu einer herkömmlichen Zulassung auch Geld sparen, weil die Steuer nach einem günstigen Pauschalsatz erhoben wird. Notwendig ist dafür aber eine Bescheinigung im Rahmen der HU, die diesen erhaltungswürdigen Zustand belegt. Beurteilen können das nur wenige Fachleute, die sich am besten online ausfindig machen lassen.

Stand Jänner 2015

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