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Ford Mustang I von 1964–1973

Der Automobilhersteller Ford bemühte sich Anfang der 1960er-Jahre um die Herstellung eines sportlichen Kompaktwagens. Man wollte den jungen Käufern einfach nicht mehr nur überdimensionierte, konservative Limousinen anbieten. Der Auftrag, einen Sportwagen zu entwickeln, wurde von den leitenden Konstrukteuren und Designern G.Bendinat und R.Lunn sehr ernst genommen. Ihr Mustang-Prototyp von 1962 war jedoch der Zeit in seinem Design zu weit voraus und wurde so nie in Serie gebaut. Letztlich blieb man nur noch einer Vorgaben treu - der Ford Mustang I wurde ein echter Zweisitzer.
 
Im Jahre 1964 präsentiert man die ersten Fahrzeuge der Öffentlichkeit. Die strenge, elegante Form der Stahlkarosserie lag voll im amerikanischen Trend dieser Jahre. Sie war dank einer gezielten Werbekampagne kein Geheimnis geblieben. Doch das erste „pony car“, ganz in Weiß, mit roter, aufwendiger Innenausstattung und einem vielseitigen Angebot an Extras lösten wahre Begeisterung aus, der sehr hohe Kaufaufträge und eine entsprechende Produktion folgten. Die Originalzahlen von Ford für die 1. Generation Mustang I alleine im Jahre 1965 lauten 680989 Stück - Hardtop Coupés, Cabriolets und Fastback Coupés. Diese Produktionsziffern wurden in den späteren Generationen nie wieder erreicht!


 

Unter den Fachleuten und Sammlern amerikanischer Klassiker genießt der Mustang I einen sehr hohen Stellenwert. Es ist aber ein kleines Fachgeheimnis, ihn sofort in eine der vier Generationen aus den Jahren 1964 bis 1973 einzuordnen. Ein Ford Mustang Coupe 1967 sieht dem ersten Modell „1964 ½“ noch immer sehr ähnlich. Die markante Ausnahme sind die Doppelscheinwerfer des jüngeren Fahrzeuges.
Das Modell 1969 Mustang Fastback muss man schon der dritten Generation zuordnen.
Das „Boss 302 fstbk cpe V8“ wurde in zwei Generationen verkauft.
Für die Insider gelten aber nur die Modelle, die bis 1969 gebaut wurden, als „echte“ Mustangs. Die
überdimensionierten Nachfolger besitzen zu viele Formveränderungen und nicht den Charme ihrer Vorgänger.
Nur die Modellvarianten von Shelby, der sich bereits 1962 mit Ford engagiert hatte, sind anerkannte Raritäten. Er modellierte auf der Basis des Ford Mustang I ab 1965 für jede Generation die heute sehr begehrten Shelby-Mustangs. Das Fastback Coupés GT 350 (1967/68) mit seinem auffallend veränderten Grill und den betont sportlichen Lufteinlässen ist eine der schönsten Kreationen. Der V8 Motor mit fast 5l –Hubraum überträgt 315 PS auf die super-sport-bereiften Leichtmetallräder. Der Schriftzug Shelby auf der Motorhaube verrät unweigerlich eine Höchstgeschwindigkeit von fast 200 km/h.
Vom Ford Mustang I wurden fast 4 Millionen Fahrzeuge produziert! Trotzdem ist dieser Klassiker heute ein seltener, begehrter US-Car-Oldtimer – dank seiner besonderen amerikanischen Eleganz und Stärke.

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