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Mercedes SL: "W113" und "R107"

Die dritte Generation der SL-Serie von Mercedes Benz wurde im Jahr 1963 als Nachfolger des Mercedes Benz „R121“ unter der internen Typenbezeichnung „W113“ auf den Markt gebracht. Von diesem Wagen, der aufgrund seiner Dachkonstruktion sehr schnell den Namen „Pagode“ erhielt, wurden bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1971 insgesamt knapp 49.000 Exemplare gebaut, wobei viele davon auch ins Ausland, insbesondere in die USA verkauft worden sind. Der W113 wurde als sportliches Cabrio mit zwei Sitzen konzipiert, wahlweise mit Schalt- oder Automatikgetriebe. Gegen Aufpreis war auch ein Coupe mit vier Sitzen verfügbar.
Mercedes Benz legte bei diesem Wagen von Anfang an sehr hohen Wert auf eine ausgewogene Kombination von Geschwindigkeit und Sicherheit. Dementsprechend sollte der Innenraum im Vergleich zu Vorgänger- und Konkurrenzmodellen ein besonders hohes Maß an Sicherheit bieten, um die Insassen bei Unfällen bestmöglich zu schützen. Aus diesem Grund wurde die Fahrgastzelle so konzipiert, dass sie sich im Schadensfall nur sehr schwer verformen lässt und es wurden Knautschzonen und optional auch Sicherheitsgurte eingebaut. Weiterhin vermieden die Konstrukteure harte Ecken und Kanten und das Lenkrad wurde mit einem Pralltopf versehen, um den Aufprall bei einer Kollision zu dämpfen.


 

Der Mercedes W113 wurde mit Otto-Motoren zwischen 2,3 und 2,8 Litern ausgerüstet, was einer Leistung von 110 bis 125 kW entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit des Wagens lag bei etwa 200 KM/h.
Im Jahr 1971 wurde der „W113“ schließlich von seinem Nachfolger, der die interne Bezeichnung „R107“ erhielt, abgelöst. Beim „R107“ handelt es sich in der Regel um einen Zweisitzer, gegen Aufpreis war auch ein Modell mit zwei Notsitzen im Fond an Stelle der Gepäckablage erhältlich. Diese Notsitze waren jedoch nur für Kinder bis 30 Kilogramm Körpergewicht zugelassen und dementsprechend nur wenig komfortabel. Für die Nutzung auf längeren Fahrten waren diese Notsitze kaum geeignet. Der Wagen wurde sowohl als Roadster als auch als Coupe angeboten und ähnlich wie bei seinem Vorgänger war für Mercedes Benz auch beim „R107“ das Thema Sicherheit von zentraler Bedeutung. So wurden die schwer verformbare Fahrgastzelle und die Knautschzonen konsequent weiterentwickelt und verbessert. Weiterhin wurde das Armaturenbrett gepolstert und stoßnachgiebig konzipiert. Sicherheitsgurte gehörten nun auch zur Serienausstattung und Kopfstützen waren ebenfalls erhältlich. Im Vergleich zum Vorgänger war eine deutlich größere Motorenpalette verfügbar, da das Auto mit Otto-Motoren zwischen 2,8 und 5,6 Litern bestückt wurde, was einer Leistung von 125 bis 177 kW entspricht.
Im Jahr 1989 endete nach 18 Jahren die Produktionszeit des „R107“ und er wurde durch das Nachfolgemodell, den Mercedes Benz „R129“ ersetzt. Heute genießen sowohl der „W113“ als auch der „R107“ absoluten Kultstatus.

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