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Mercedes 300 SL und SL 190

Die Entscheidung von Mercedes-Benz, ab 1952 in den Motorrennsport wieder einzusteigen, war sofort von Erfolgen gekrönt. Mit relativ schwach motorisiertem Fahrzeug (nur 175 PS) und zerschlagener Windschutzscheibe siegten K.Kling und K.Herrmann auf der legendären Carrera Panamericana Mexico. Kein Rennsportdebüt war bisher so erfolgreich verlaufen - die Rennsportwagen mit der Bezeichnung 300 SL versetzten die Fachwelt in Staunen.
Zwei Jahre später überrascht Mercedes auf der Motorshow New York mit neuen "Sternen?. Man präsentierte ein echtes Sportwagen-Coupe 300 SL und einen Roadster 190 SL.
Für den 300 SL, der werksintern die Codierung W198 trägt, hatte man Form und Technik der Rennsportausführung fast unverändert übernommen. Dem zivilen Fahrzeug wurden elegante Chromstoßstangen mit "Hörnern? und aufwendiges Interieur hinzugefügt. Auf die "Kiemen? an den Seiten, ein kurioses Auspuffrelikt vom SLR, wollten die Designer nicht verzichten. In den Jahren 1954 bis 1963 gab es nach Werksangabe weltweit 3258 Käufer dieses eleganten und starken Sportwagens, der sich in seinen Jahrgängen kaum unterscheidet. Die Einheitsmerkmale des W198 liegen auf der technischen Seite.


 

Alle produzierten Fahrzeuge besitzen wassergekühlte 3l-Sechszylindermotore, die maximal 215 PS bei 5800 U/min leisten. Aus dem Stand erreicht ein sportlicher Fahrer in zehn Sekunden Tempo 100, er kann es noch bis fast 265 k/h steigern. Servo-Trommelbremsen, synchronisiertes Vierganggetriebe und Hinterradantrieb mit Pendel-Schwingachse ermöglichen sportliches Fahren oder angenehmes "driving for fun?- wie Amerikaner es lieben.
Der 190 SL in New-York war nur ein Prototyp. Ab 1955 liefen die ersten sportlichen Zweisitzer von Band.
Man erkennt sofort die Urform des 300 SL und somit das Werk der genialen Konstrukteure Uhlenhaut und Geiger wieder. Die Äußerlichkeiten wurden in voller Absicht vom Designer W.Häcker übernommen. Der verantwortliche Ingenieur H.Ahrens komplettierte Karosserieteile aus Stahl und Aluminium (!), sowie Ponton-Fahrwerk und Technik vom W120 zu einem offenen Sportwagen. Sein Vierzylinder-Motor leistet 105 PS bei 5700 U/min, das maximale Drehmoment erreicht er bei 3200 U/min. Mittels Viergang-Getriebe, Doppelvergaser von Solex, bzw. Weber-Doppelvergaser beschleunigt er in ca. 14 Sekunden auf Tempo 100. Schneller als 170 km/h kann er nicht gefahren werden. Die Trommelbremsen mit Bremskraftverstärker reduzieren verlässlich auf gewünschte Werte. Für den "echten? Roadster gilt die Werksbezeichnung W121 BII. Er wirkt besonders elegant mit roter Lederausstattung und schwarzem Lack. Aber auch die Farbkombination Lack in Rot, Leder in Schwarz und Weißwandbereifung erregen Aufsehen.
Unter den noch ca. 2000 weltweit existierenden Fahrzeugen gibt es zwei weitere Varianten:
190 SL Coupe mit Hardtopaufsatz, ohne Faltverdeck und 190 SL Coupe mit Hardtopaufsatz und Faltverdeck.
Die SL-Liebhaber zahlen dafür Preise ohne Grenzen!

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