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US-Oldtimer: Camaro, Firebird und Cadillac

Was waren das Zeiten, als noch keine Klimadebatte die Autoproduktion überschattete und die Hersteller kernige Gefährte bauen konnten, die vor Kraft strotzten und dafür die gebührende Bewunderung ernteten. Zeiten, in denen zählte, was unter der Haube steckt – nicht, was aus dem Auspuff kommt. Unter Motorhauben von der Länge eines Kleinwagens lauerten röhrende V8-Motoren, Chromverzierung und Pferdestärken waren angesagt. Es war die Zeit der Muscle Cars, die in den Fünfzigern, Sechzigern und Siebzigern des zwanzigsten Jahrhunderts die Herzen von Liebhabern schneller Autos hauptsächlich in den USA höher schlugen ließen – und bis heute höher schlagen lassen.

Ein solcher Klassiker ist der Cadillac Eldorado Biarriz Cabrio. Optisch ein absoluter Schönling, bringt er es auf dezente 189 km/h Spitzengeschwindigkeit – doch das mit nicht weniger als 345 PS und einem Verbrauch von 25 Litern. Kein geringerer als Elvis Presley ist unter jenen, deren Herz der sechs Meter lange Amischlitten mit seinen ein Meter hohen Heckflossen im Sturm eroberte – im wahrsten Sinne des Wortes. Etwas bescheidener kam die normale Ausführung des Modells daher. Der 53er Eldorado benötigte nur knapp 20 Liter auf hundert Kilometern und beherbergte 210 Pferdchen im großzügigen Motorraum.


 

Nicht nur Cadillac setzte damals auf Stärke. Auch Chevrolet baute bereits in den sechziger Jahren mit dem Caprice wuchtige, kräftige Serienwagen von knapp sechs Metern Länge und wuchtigen zwei Tonnen Gewicht. Bis in die Neunziger wurde die Reihe fortentwickelt, wobei der Caprice nicht wegen seines auffälligen Äußeren bekannt ist, sondern etwa als Taxi aus etlichen Hollywood-Filmen. In allen Ausführungen eine Augenweide und der Kraftprotz unter den Chevrolets ist dagegen der berühmte Camaro, der seinerzeit als Konkurrent des legendären Ford Mustang ins Rennen geschickt wurde. Die ersten Serienmodelle glänzten in ihrer Spitzenausführung mit einem V8-Motor mit 330 PS und einer 6,5-Liter-Maschine. Das war in den späten Sechzigern. Jahrzehnte fuhr der Camaro auf der Überholspur, verkaufte sich gut, bis Chevrolet die Produktion als nicht mehr rentabel befand.

Heute konzentriert man sich lieber auf SUVs, wobei eine neue Camaro-Reihe in Aussicht gestellt wurde. Ähnlich in der Entwicklung, jedoch meist erfolgreicher im Absatz und generell mehr von Optimismus geprägt stellt sich die Geschichte des Ford Mustang dar. Die ersten Fahrzeuge dieses Typs verfügten zwar nicht über ganz so leistungsstarke Motoren wie die Konkurrenten von Chevrolet, verkauften sich indes besser. Bis heute hält Ford an der Mustang-Reihe fest. Auf der Detroit-Motor-Show wurde zuletzt der GT 500 präsentiert, freilich mit V8-Motor und runden 500 PS.

Es gibt noch einige weitere Kultschlitten aus Übersee, die für immer ihren Rang in der Geschichte des Automobils behalten werden: Wuchtige Gefährte wie die berühmten Licoln-Modelle, mit denen einige US-Präsidenten zu fahren pflegten oder der berüchtigte Pontiac Firebird, der sich vor allem als Trans-Am einen Namen machte, werden nicht in Vergessenheit geraten.

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