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Automobil-Tradition aus Eisenach. Der Wartburg.

Brust oder Keule, mehr Alternativen hatten die meisten Einwohner des Arbeiter- und Bauernstaats nicht, wenn sie mit einem eigenen PKW unterwegs sein wollten. Die Modelle des Wartburg gehörten zweifellos zu Kategorie der Brust und erhielten ihren Namen von der gleichnamigen Burg, die über Eisenach wacht. Seinen kleinen, liebevollen Kollegen, den Trabi, konnte der Wartburg aber nicht von der Straße drängen, und wie in der Anatomie, funktionierte auch das Zusammenspiel der Beiden auf den Straßen der DDR.

Die Automobilwerke Eisenach waren die Hersteller des Wartburg und produzierten von 1956-1965 den Typ 311. Von 1965-1983 verlies der Typ 353 das Werk in Eisenach. Ab 1988-1997 wurde der Typ 1.3 bei den Automobilwerken in Eisenach gefertigt, und zählte mit seinem Kofferraumvolumen von knapp über 500 Litern zu den wenigen Mittelklassefahrzeugen. Seit Produktionsbeginn, bis 1988, wurde der Wartburg von einem Dreizylinder-Zweitaktmotor angetrieben, im Oktober 1988 brachte VW mit seinem Vierzylinder-Viertaktmotor westlichen Standard unter die Haube des Wartburg.

Der Wartburg 311 hatte einen Zweitakt-Ottomotor mit 0,9 Litern Hubraum, der 28 kW an Leistung brachte. Er war eine Weitereentwicklungvon dem IFa F9, der auf den Grundlagen des DKW F9 von Auto Union beruhte. Die verstärkte Hinterachse, und die neue Karosserie, der große Kofferraum und Teleskopstoßdämpfer, setzten die Merkmale zu seinem Vorgänger. Eine ganze Palette von Modellen, stand den Käufern beim Wartburg 311 zur Verfügung. Der Sport Roadster war zweitürig, und die Camping Limousine hatte ein Faltdach und fünf Türöffnungen.
Der Wartburg 312 hatte die Karosserie des 311 und bereits den Rahmen des 353, und war somit ein Übergangsmodell. Von 1966-1975 wurde der Wartburg 353 über 356.000mal produziert.

Feste und Veranstaltungen erinnern auch heute noch an die Automobile aus Eisenach. Seit der Wiedervereinigung führt die Deutsche Burschenschaft alle Jahre in Eisenach ein Wartburgfest durch. Das Wartburgfest des Wingolfs wird ebenfalls alle zwei Jahre dort abgehalten, wo Martin Luther die Bibel übersetzte.
Die Tradition des Motorsports knüpft mit der Wartburg Rallye an die großen Erfolge an, die Motorsportler und die Fahrzeuge aus der Produktion in Eisenach errungen haben. Der MC Eisenach ist Veranstalter der Rallye Wartburg.

Es stellt sich die Frage, ob die Ingenieure und Techniker bei der Entwicklung und Produktion des Wartburg schon damals die Qualitätsmanagementmethode CIS gekannt haben, mit der heute viele Hersteller von Automobilen agieren. CIS ist die englische Abkürzung von Continious Improvement System und bedeutet die ständige Qualitätsverbesserung in kleinen Schritten. Jedenfalls wurden die Kunden von Wartburg mit immer fortschrittlicheren Techniken und Weiterentwicklungen beliefert.

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