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Reparaturen an Oldtimern: eigene Sicherheit nicht vernachlässigen

Wer einen Oldtimer fährt, muss mehr Arbeit in Wartung und Instandsetzung investieren, als bei einem modernen Fahrzeug. Aufgrund des in der Regel einfachen technischen Aufbaus sind diese Arbeiten allerdings auch einfacher durchzuführen - sofern die Rahmenbedingungen eine Reparatur in eigener Regie ermöglichen. Neben der richtigen Werkstattausstattung sollte aber auch auf die Sicherheit beim Selberschrauben geachtet werden.

Welche Werkzeuge in der Oldi-Werkstatt keinesfalls fehlen sollten

Zunächst stellt sich die Frage, welche Reparaturen überhaupt vorgenommen werden sollen: der häufiger notwendig werdende Ölwechsel stellt ebenso wie Kontrollarbeiten am Fahrwerk, den Wechsel der Zündkerzen oder des Luftfilters keine große Herausforderung dar - schon mit geringen Schrauberkenntnissen lassen sich diese einfachen Arbeiten übernehmen. Anders sieht es hingegen aus, wenn auch an der Bremsanlage oder dem Fahrwerk geschraubt wird. Je nach Alter und Fahrzeugklasse des Oldies unterscheidet sich die Konstruktion kaum von aktuellen Fahrzeugen, ohne das richtige Werkzeug sollte hier also nicht Hand angelegt werden. Notwendig wird ein Satz Schraubendreher, bei älteren Fahrzeugen kommen häufig Schlitzschrauben zum Einsatz. Wichtig ist hierbei, dass auf eine breite Klinge von mindestens 9 mm geachtet wird. Ein Hammer mittlerer Größe (400 g) sollte ebenso wenig fehlen wie eine Rohrzange und vor allem ein Steckschlüsselsatz. Letzterer muss zum Gegenhalten und für unzugängliche Stellen durch einen Gabel- und Ringschlüsselsatz ergänzt werden. Ein Wagenheber und ein Radkreuz sollten auch zur Standardausrüstung gehören; das angebotene Fahrzeug muss allerdings mit einem Unterstellbock gesichert werden. Einige Arbeiten sollten aber Profis vorbehalten bleiben: wer ohne Vorkenntnisse selbst lackiert, wird keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Auch Instandsetzungsarbeiten am Motor oder Getriebe müssen auch bei einem einfacher konstruierten Oldtimer von Fachleuten durchgeführt werden.

Vorsicht vor Chemikalien

Auch Hobbyschrauber dürfen keinesfalls auf die eigene Schutzausrüstung verzichten: bei Karosseriearbeiten wird es notwendig werden, die Blechteile abzuschleifen. Der giftige Staub darf keinesfalls eingeatmet werden, weshalb eine Staubschutzmaske benötigt wird. Typisch für Oldtimer sind Ölundichtigkeiten, die vor der Beseitigung erst einmal lokalisiert werden müssen - und dafür hat sich Bremsenreiniger bewährt. Ist der Motorblock gereinigt, lässt sich problemlos feststellen, wo das Schmiermittel austritt. Bremsenreiniger sollte aber nicht mit der Haut in Kontakt kommen. Flüssigkeitsdichte Arbeitshandschuhe sind bei Arbeiten mit derart aggressiven Chemikalien Pflicht. Ein weiteres Paar Handschuhe schützt vor Schnittverletzungen, wie sie bei Karosseriearbeiten oder dem Bohren auftreten können. Arbeitsschuhe sind notwendig, um insbesondere die Zehen zu schützen. Zudem sind Sohlen zumeist antistatisch und Resistent gegen Öl und Benzin. Das Thema Schutzkleidung ist in Hobbywerkstätten besonders wichtig, weil es von offizieller Seite kaum beleuchtet wird - hier ist Eigenverantwortung gefragt. Das Schrauben an einem alten Fahrzeug ist ein tolles Hobby, wenn eine ausreichend große Werkstatt, genügend Fachkenntnisse und die richtige Ausstattung zur Verfügung steht.

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