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Wartung und Pflege von Oldtimern

Der Oldtimer als Geldanlage und persönlicher Schatz ist besonders viel Wert, je mehr sein Originalzustand erhalten ist.
Wer noch lange Zeit Freude an seinem alten Liebhaberstück haben möchte, sollte darum bemüht sein, den hohen Liebhaberpreis aufrecht zu erhalten. Hierbei sind unbedingt ein paar wichtige Dinge beachten.

Dazu zählt vor allem die richtige Unterbringung des "rüstigen Rentners".
Der beste Stellplatz ist eine gut belüftete Garage, die vor allem in den unbeständigen, kalten Wintermonaten der richtige Ort der Unterbringung ist.
Bei längerer Stellpause kann der Wagen gut auf Unterstellböcke aufgebockt werden, damit die Federungen bis zur nächsten Saison entlastet werden. - Eine Ausnahme bilden hier allerdings alte Porsche- und VW-Modelle, bei denen bei einer Aufbockung die Drehstabfederung beschädigt wird. Die Scheibenwaschanlage schützt man durch Brennspiritus.

Wenn es sehr kalt ist, gehört Frostschutz in den Kühler, damit der Frost den Motor nicht zum Platzen bringt. Auch die Handbremse sollte gelöst sein, damit sie nicht festfrieren kann. Damit sich kein Kondenswasser bilden kann, sollten größere Temperaturschwankungen nach Möglichkeit vermieden werden. Um den Stellplatz trocken zu halten, kann man auch Silictatbehälter aus dem Baumarkt in der Garage aufstellen, sie kosten zwischen 10 und 20 Euro, und entziehen der Luft die Feuchtigkeit.


 

Um sie lange nutzen zu können, sollte man sie vierteljährlich bei niedriger Temperartur im Ofen oder auf der Heizung trocknen. Für eine normalgroße PKW-Garage sollten zwei Silictatbehälter ausreichen, einen dritten kann man noch im Innenraum des Wagens unterbringen. - In einem Hightech- Plastikzelt mit Ventilatoren, was natürlich entsprechend teurer ist, ist der Wagen geradezu vorbildlich aufgehoben. Ist der Oldtimer voll getankt, wird der Rostbildung im Tank ein Riegel vorgeschoben. Wer bei längerer Abstellpause für die Luftzirkulation die Fenster spaltweit geöffnet lässt, sollte mit Nagerfallen und Mottenkugeln dafür Sorge tragen, dass sich keine ungebetenen Gäste einnisten können, und teuren Schaden anrichten.

Um den Wert eines Oldtimers zu erhalten, sollte man bei Reparaturen nach Möglichkeit ausschließlich originale Ersatzteile verwenden. Das gilt nicht nur für die Karosserie, sondern auch für den gesamten Innenraum. Bauelemente, die nicht mehr im Original erhältlich sind, sollte man gegebenenfalls von einer Fachwerkstatt individuell anfertigen lassen. In speziellen Fachgeschäften bekommt man mit ein wenig Geduld überholte - bzw. Nachgefertigte Teile. Die fachgerechte Wartung und Pflege von Oldtimern setzt meist weit reichende, spezielle Kenntnisse der Automobilgeschichte und der damaligen Technik, von alten Materialien und ihren regionalen und manchmal auch internationalen Bezugsquellen voraus.

 Auch für Oldtimer Traktoren gibt es spezielle Werkstatthandbücher und Betriebsanleitungen, sowie Fachbetriebe, die sich ausschließlich auf die Reparatur der alten Landmaschinen spezialisiert haben. Als Mitglied eines Vereins alter Landmaschinen kann man gut Erfahrungen mit Gleichgesinnten Liebhabern bezüglich der Pflege und der Nachbeschaffung von Ersatzteilen austauschen.
Das Wissen über die korrekte technische Funktion eines alten Fahrzeuges ist bei der Wartung und Pflege genauso wichtig wie die Erhaltung der Originalsubstanz und ihre optische Schönheit, stets sollte man bemüht sein, soviel der wertvollen, alten Patina wie möglich zu erhalten.

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