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Apr

ADAC Württemberg Historic 2013

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Württemberg Historic 11ADAC Württemberg Historic 2013 Die ersten Highlights aus dem Teilnehmerfeld Autos von über 23 verschiedenen Fahrzeugherstellern gibt es am 3. und 4. Mai bei der 15. Auflage der ADAC Württemberg Historic durch das schöne württembergisch-bayerische Grenzgebiet zu bewundern. Die über 86 rollenden Schmuckstücke der Genussrallye sind Zeitzeugen verschiedener Fahrzeugepochen. Ihre Bandbreite reicht vom 66 Jahre alten MG bis hin zu Youngtimern aus den siebziger und achtziger Jahren:

MG TC Baujahr: 1947, PS: 46,6 Der stolze Brite lief 1947 vom Band, musste aber noch umgebaut werden, bevor er sich auf den Weg nach Deutschland machen durfte. Auf deutschen Straßen waren Blinker damals schon Pflicht, in Großbritannien kannte man diese Vorschrift so noch nicht. Die deutschen Gesetzeshüter verlangten auch zwei Bremslichter, hier mussten die MG-Arbeiter ebenfalls nachbessern, denn auf der Insel hätte ein Bremslicht genügt. Somit erhielt der Erstbesitzer, ein amerikanischer Leutnant, der in München stationiert war, seinen Wagen erst im Januar 1948. Er wechselte noch zwei Mal den Besitzer, ehe Karl Albert Rittler ihn 1959 kaufte und bis heute behielt: „Mir war klar, dass ich ihn nicht mehr her gebe.“

Bentley R-Type Baujahr: 1954, PS: 135 Viele Jahre hat der R-Type als Diplomaten-Fahrzeug in Argentinien seinen Dienst getan. Erst ab Mitte der 1980er-Jahre, als er in private Hand wechselte, durfte er es ruhiger angehen lassen. Gewiss hatte er es bei keinem Vorbesitzer so gut wie bei Richard Hußenether, der vor drei Jahren sein Herz an den R-Type verlor. „Das Auto hat eine zeitlos-schöne Form, die mir gut gefällt.“ Hußenether ließ alle Chromteile herrichten und sogar Rindsleder aus London einfliegen, um die Sitze wieder auf Vordermann zu bringen. Nachdem nun das argentinische Blaulicht abmontiert wurde, zeugen nur noch kleine Dinge von der stolzen Vergangenheit: Auf der Windschutzscheibe klebt eine Steuerplakette aus der USA-Zeit des Bentley.

Jaguar Kougar Sport Baujahr: 1947, PS: 162 Dieser Kougar steckt noch voller Geheimnisse. Als Hans Arnold ihn 2012 kaufte, wusste er nichts über das Schmuckstück. Er hatte ihn von einem Händler übernommen, der sich nicht um die Vorgeschichte gekümmert hatte. Zufällig stieß Arnold dann im Internet auf ein Bild seines Fahrzeugs und fand heraus, dass die Vorbesitzerin eine Frau aus Deutschland war. Daraufhin bat er einen Bekannten in Großbritannien, weitere Nachforschungen anzustellen. Und langsam kam Licht ins Dunkel: Der Kougar wurde 1974 als Bausatz an einen Engländer ausgeliefert, zwei Jahre später angemeldet. Die Recherche geht weiter, Arnold will die Geheimnisse seines Schmuckstück lüften. „Vielleicht fahre ich sogar selbst nach England und hänge mich in die Sache rein.“

Alfa Romeo GTV 2000 Baujahr: 1972, PS: 130 Der rote Alfa hat in seinen 40 Jahren als sportlich-elegantes Auto noch keine Schneeflocke und kein Krümelchen Salz auf seinem Lack gespürt. Das kann Frank Hecht, der den Italiener vergangenes Jahr gekauft hat, anhand der Papiere zeigen. Jedes Jahr, wenn der Winter vor der Tür stand, wurde das Schmuckstück abgemeldet. Über eines hat sich Hecht gewundert: Der GTV hatte bis dato keine Gurte, um den Insassen auf den schwarzen Ledersitzen die nötige Sicherheit zu geben. Also ließ er zwei Renngurte einbauen. „Das war mir schon wichtig“. Abgesehen von einer weiteren Kleinigkeit hat er nichts verändert: Jetzt hat der Alfa eine Kilometer-Anzeige, die in Zehn-Meter-Schritten zählt, damit bei der ADAC Württemberg Historic nichts schief geht.

Mercedes Benz Roadster (Hardtop) Baujahr: 1961, PS: 215 1961 wurde der Roadster gebaut und seitdem ist er im Besitz von Familie Haas. Jürgen Haas erinnert sich noch gut, wie das Auto auf dem Gelände der Lackfabrik seines Vaters mit einem Glas Sekt getauft wurde. Er war damals 20 Jahre alt, hatte seinen Vater schon viele Fahrzeuge lenken und verkaufen sehen. „Aber der Roadster bleibt bei uns. Das war mir damals schon klar.“ In der Fabrik wurde in den 1960er-Jahren sogar ein spezieller Lack für das Fahrzeug entwickelt. Der Mercedes erhielt sein oranges Erscheinungsbild, das heute noch einmalig ist. Wenn kleine Ausbesserungen nötig sind, mischt Jürgen Haas den Farbton selbst an, schließlich will er das Fahrzeug einmal in bestem Zustand weitergeben. Die älteste Tochter soll einmal das Roadster-Erbe antreten. Nähere Infos, Anmeldeunterlagen sowie Standort und Streckenverlauf gibt es unter: www.rallye-wuerttemberg-historic.de           Pressekontakt: Melanie Hauptvogel Tel.: (0711) 28 00 – 2 90 melanie.hauptvogel@wtb.adac.de