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Porsche für Fans und Kenner: Auf der Retro Classics 2010

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Pressemitteilung zur Retro Classics 2010 Ein Generationentreffen mit Seltenheitswert

Porsche für Fans und Kenner: Auf der Retro Classics 2010 geben sich ein Neuling und drei Legenden ein Stelldichein

In Krisenzeiten hilft oft der Blick zurück. Mit dem neuen Modell Boxster Spyder präsentiert das im letzten Jahr arg gebeutelte Traditionsunternehmen Porsche Anfang 2010 ein Sondermodell im Geist des Porsche 550 Spyder aus den fünfziger Jahren. Prominentester Fahrer damals: Leinwandidol James Dean. Das 320 PS starke, leichteste Serienmodell der modernen Porsche-Palette konzentriert sich ganz auf Fahrgefühl, Design und Motor. Auf der Retro Classics ist der Boxster Spyder im Foyer/Eingang Ost in unmittelbarer Nachbarschaft von drei legendären Großvettern zu sehen: dem erst 2009 in einer Hockenheimer Lagerhalle wieder entdeckten Rometsch Spyder, dem Mathé Porsche »Fetzenflieger« und dem Typ 64, dem so genannten Berlin-Rom-Wagen.

Letzterer wurde Anfang 1939 von Ferdinand Porsche nach älteren Plänen auf Basis des KdF-Wagens (des späteren Käfers) entwickelt. Anlass für die Konstruktion des aerodynamischen Sportwagens war eine für September 1939 geplante spektakuläre Fernfahrt von Berlin in die italienische Hauptstadt. Als Anfang September der Zweite Weltkrieg ausbrach, verschwand dieses Projekt freilich in der Schublade. Nur eines der drei bis August 1939 im Zuffenhausener Werk fertig gestellten Automobile überlebte die Kriegswirren. Das mit rund sechs Millionen Euro versicherte Fahrzeug, das heute als »Ur-Porsche« gilt, wird von der Münchener Gesellschaft HistoryCar auf der Retro Classics ausgestellt.

Der »Rometsch Spyder« erhielt seinen Namen von der Berliner Karosseriebaufirma Friedrich Rometsch. Zu Beginn der Rennsaison 1954 entstand dort im Auftrag der Renngemeinschaft Berlin und mit Genehmigung von Porsche ein Fahrzeug auf Volkswagen-Chassis mit der Technik des noch nicht serienreifen 550 Spyder. Noch im selben Jahr ging der Rometsch Spyder beim Eifelrennen auf dem Nürburgring an den Start. Ende der Fünfziger wurde der Wagen zum Sportwagen umgebaut und verkauft. Nach Jahrzehnte langem Dornröschenschlaf im Hamburger Automuseum Prototyp liebevoll restauriert, hat der Rometsch Spyder auf der Retro Classics nun seinen ersten Auftritt vor Publikum.

Aus dem Prototyp-Museum stammt auch der 1952 von dem Rennfahrer und Konstrukteur Otto Mathé gebaute »Fetzenflieger«, das erfolgreichste österreichische Rennauto der fünfziger Jahre. Der von einem Spyder-Motor getriebene Wagen gilt als Vorläufer der Formel-1- und Formel-2-Fahrzeuge, die ab 1960 in Zuffenhausen gebaut wurden. Mathé, der nach einem Unfall seinen rechten Arm nicht mehr bewegen konnte, errang mit dem einhändig zu steuernden Wagen rund 100 nationale Klassensiege und wurde mehrfacher Österreichischer Staatsmeister. Seinen etwas merkwürdigen Spitznamen verdankt der „Fetzenflieger“ dem Umstand, dass die Motorabdeckung teilweise aus Leinen bestand, das sich bei einer Fehlzündung leicht entzündete und dann in Fetzen über die Rennbahn flog