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Pressemitteilung zur Retro Classics 2010 Mit dem Wankelmotor auf den Weltmarkt

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Mit dem Wankelmotor auf den Weltmarkt, Keine Reisbomber, sondern Trendsetter: Eine Sonderschau auf der Retro Classics widmet sich der Geschichte des japanischen Autobauers Mazda
Das Land der aufgehenden Sonne ist allgemein bekannt für preiswerte, aber zuverlässige Automobile. Seit den Sechzigern entwickelten sich die anfangs abfällig als „Reisbomber” bezeichneten japanischen Pkw daher rasch zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die europäischen und amerikanischen Traditionsmarken. Dabei versuchte der Hersteller Mazda von Anfang an, einen eigenen Weg zu gehen – und stattete seine Fahrzeuge konsequent mit Wankelmotoren aus. Bei der „Mazda Klassik Schau” in Halle 5 sind rund 20 seltene Stücke aus der Privatsammlung Walter Frey in Gersthofen zu sehen.
Die heutige Mazda Motor Corporation wurde 1920 von Jujiro Matsuda als Toyo Cork Kogyo Ltd. gegründet, ein Unternehmen zur Korkveredelung. 1930 produzierte man erste Motorräder, bald darauf auch Motor getriebene Dreiräder und Lastwagen. Im Mai 1960 kam in Japan der erste Mazda-Pkw auf den Markt: Der R360 war ein so genanntes „kei car”, das aus steuerlichen Gründen nur über einen relativ kleinen Motor verfügte. Das in Stuttgart ausgestellte Modell stammt aus dem Jahre 1963.
1962 schloss man mit den deutschen Kollegen von NSU einen Lizenzvertrag über die Nutzung und Weiterentwicklung der Wankelmotorentechnologie. Ein Resultat dieser Entscheidung ist der 1967 präsentierte – und ebenfalls auf der Retro Classics ausgestellte – 110 S Cosmo Sport. Erinnert der Wagen äußerlich etwas an einen Alfa Romeo Spider, so bietet das Innenleben ein vollkommen anderes Bild: Der Cosmo Sport war weltweit der erste Serienwagen mit Zweischeiben-Wankelmotor. Das mit 1519 produzierten Exemplaren sehr seltene Fahrzeug gelangte nur auf den japanischen Markt. Walter Frey ist als einziger Europäer Mitglied im weltweiten „Cosmo Owners Club”.
1972 öffnete die erste deutsche Mazda-Zentrale in Hilden ihre Pforten. 1979 erfolgte der Umzug nach Leverkusen-Hitdorf, wo sich heute nicht nur die Deutschland-, sondern auch die Europa-Zentrale des Unternehmens befindet. Trotz großer Erfolge im Pkw-Segment gelang dem Hersteller der Durchbruch im Motorsport erst spät: 1991 errang der von einem 4-Scheiben-Wankelmotor angetriebene, 700 PS starke Mazda 787B als erster und einziger „Japaner” den Sieg in Le Mans.
Von den über 160 Fahrzeugen, die Walter Frey im Laufe der Jahre gesammelt hat, verfügen etwa 100 über einen Wankelmotor. Seine Mazda-Sammlung gilt als eine der spektakulärsten der Welt. Neben den Schmuckstücken Cosmo Sport und R360 sind auf der Retro Classics auch einige Exoten zu bestaunen, darunter der 1972 in Burma in geringer Stückzahl produzierte Pathfinder. Der 9-sitzige grüne Geländewagen mit Allradantrieb ist in Europa weitgehend unbekannt.
Frey, einer der ältesten Mazda-Händler Deutschlands, plant mittlerweile ein eigenes Mazda-Museum. Das beschauliche Gersthofen bei Augsburg wäre damit um eine Attraktion reicher.
Hinweis an die Redaktionen:
Weitere Informationen und Download-Bilder zur CMT finden Sie im Internet unter www.messe-stuttgart.de/cmt